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Traum von Effizienz

efficiency

Mehr für weniger. Was in der plan- und optimierbaren Welt des 20. Jahrhunderts üblich war, ist nun im 21. Jahrhundert nicht mehr der Weisheit letzter Schluss. Generationen von Beratern haben gutes Geld mit der Effizienzsteigerung in Unternehmen und Organisationen verdient - zu Recht, wie ich sagen möchte. Wieder ist es die VUCA-Welt, die uns einen Strich durch die Rechnung macht und das alte Paradigma von der Effizienzsteigerung in Fetzen reißt. Wie und wo uns das goldene Kalb der Effizienz belastet inklusive möglicher Auswege werden in den folgenden Zeilen erläutert.


Produktivitätssteigerung, Kostenreduktionsmaßnahmen, OKRs, Zeitmanagement, Tools und so weiter haben alle mehr oder weniger das Ziel mehr aus den vorhandenen Mitteln bzw. Mitarbeitern (ich versuche das Wort Ressourcen in Zusammenhang mit Menschen zu vermeiden) herauszuholen. Gut ist, wer möglichst wenig sog. Overhead produziert. OMG. Wer kennt das nicht?

Da werden dann schwierigste Sachverhalte auf fünf Bulletpoints auf einer Powerpointfolie zusammengedampft, um etwaige Entscheider möglichst nicht zu lange (mit den Details) zu belästigen. Wir Berater sind hier echte Experten... Es werden Selforder-Geräte aufgestellt, um die zwischenmenschliche Kommunikation (aka Plaudern) zu verhindern. Blöd ist nur, dass sich Effizienz und Kreativität in den allermeisten Fälle ausschließen, was uns gerade bei der vielzierten digitalen Transformation nicht unbedingt hilft.

Alles sollte so einfach wie möglich sein - aber nicht einfacher.Albert Einstein

Agilität und selbstorganisierte Teams sind per se NICHT effizient! Es handelt sich nicht um Fließband- oder körperlicher Arbeit. Was wir mit Agilität und schlanken Organisationen erreichen wollen, ist Effektivität! Wir möchten am Ende DAS RICHTIGE Ergebnis bekommen. Vielerorts herrscht jedoch die falsche Annahme, dass iterative und inkrementelle Vorgehensweisen bzw. Frameworks wie Scrum, Kanban, Design Thinking etc. Teams sofort effizienter machen.

Bei klar definierten, eindeutig abgrenzbaren Problemstellungen und/oder vorab bekannten bzw. gewünschten Endergebnissen wird ein sequenzielles Vorgehen (aka "Wasserfall") praktisch immer am effizientesten sein. Dazu zählen ähnliche bzw. wiederholbare Projekte genauso wie standardisierte Prozesse. Die Kreativität hält sich in Grenzen und wir können herrlich optimieren - Effizienzherz was willst du mehr.

Bei Innovation und Neuem spielt die Effizienz kaum eine Rolle. Ziel ist ja das beste Ergebnis (DAS RICHTIGE) zu erhalten und das lässt sich in komplexen Umgebungen nur durch Experimente, try-and-error und Iterationen bewerkstelligen. Experimente werden dabei gerne mit Basteln und herumwursteln verwechselt. Das Gegenteil ist der Fall.

The more efficient you are at doing the wrong thing, the wronger you become. It is much better to do the right thing wronger than the wrong thing righter. If you do the right thing wrong and correct it, you get better.Russell Ackoff

Aus diesem Grund ist es auch relativ sinnlos zu versuchen die Auslastung agiler Teams zu maximieren. Aufgrund des komplexen Wesens von beispielsweise Softwareentwicklung gibt es unendlich viele Lösungswege. Ausprobieren, testen, scheitern und weitermachen bis zum idealen Ergebnis für den Kunden ist inhärent ineffizient. Am Ende steht jedoch ein Resultat, das hoffentlich ein Problem löst und dann ist es in den allermeisten Fällen egal, wie effizient der Weg dorthin war.

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