Projektmanagement soll neben vielen anderen Anforderungen u.a. dafür sorgen, die Komplexität von Projekten und Programmen beherrschbar zu machen. Die Reduktion der inhärenten Komplexität von (Groß)Projekten ist ohnehin in den meisten Fällen unmöglich. Die Verwendung und Etablierung von Standards oder Wertekatalogen kann bspw. helfen. Jedoch haben auch diese Maßnahmen ihre Grenzen.

Die Kernfrage ist, wie Menschen mit gesteigerter und immer häufiger inhumanen Komplexität umgehen können ohne dabei zu verzweifeln? Die viel beschworene Netzwerkorganisation in den Organisationen und Unternehmen ist meist nur ein ehrenwerter Vorsatz, die Realität sieht leider anders aus. Die zweifelhafte Zwillingsschwester der Komplexität ist die Parallelität. Die beiden gehen meist Hand in Hand und sorgen für noch größere Herausforderungen. Agile Methoden sind nur Teile einer umfassenden, neuen Art zu Denken und zu handeln. Aus meiner Sicht können wir komplexe und ggf. parallele Tasks in Projekten und im Tagesgeschäft nur mit folgenden Ansätzen bewältigen:

  • Vertrauen in die eigenen Stärken
  • Echte Unterstützung der Teams durch das Management
  • Umgekehrt Akzeptanz der Führungskräfte
  • Die Akzeptanz einer möglichen Unplanbarkeit
  • Lernbereitschaft und der Wille zur Weiterentwicklung
  • Engagement und Enthusiasmus aka Herzblut
  • Qualität definiert sich nicht nur durch Termine

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ohne die genannten Punkte wird es jedoch immer schwieriger werden, die Anforderungen einer fast schon chaotisch komplexen Welt zu erfüllen.

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